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Errichtung einer Messanlage zur Beobachtung der Bodenfeuchte

Wann ist es am sinnvollsten zu bewässern? Wieviel soll bewässert werden? Welche Bewässerungstechnologie soll angewendet werden? Diese Fragen stellen sich alle Landwirte welche die Möglichkeit zur Bewässerung haben. Um diese Fragen fundiert beantworten zu können, hat das Land Niederösterreich die LFS-Obersiebenbrunn beauftragt Untersuchungen durchzuführen. Gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur, Institut für Hydraulik und landeskulturelle Wasserwirtschaft, wurden Mitte Juli verschiedene Messsysteme zur Ermittlung des Bodenwassergehaltes installiert. 2018 werden diese Untersuchungen am Feld mit dem Bodenbearbeitungsversuch durchgeführt. Mit verschiedenen Methoden wird bis in eine Tiefe von 90 cm der Bodenwassergehalt bestimmt. Als Bewässerungsvarianten werden Tropfbewässerung, Rohrnetzberegnung, Beregnung mittels Auslegerstativ und keine Bewässerung verglichen. Die untersuchte Kulturart ist Sojabohne.

Errichtung einer neuen Wetterstation

15 Jahre sind für eine Wetterstation, welche Tag für Tag im Mindestintervall von 15 Minuten aktuelle Werte über die Lufttemperatur in 2 m Höhe, die Windgeschwindigkeit, die Luftfeuchtigkeit, die Blattnässe und die Niederschläge sendet, eine lange Zeit. Im Regenmesser hatte sich eine Wespenkolonie angesiedelt und begann auch nach mehrmaliger Reinigung stets wieder mit der Errichtung eines Wespenkruges.

Im Zuge der Errichtung von Messanlagen zur Beobachtung der Bodenfeuchte war es auch notwendig die Wetterstation als zentrale Datenübermittlungseinheit zu erneuern.

Die Wetterstation stand bislang im Eigentum der LK-Niederösterreich und diente der Datenermittlung des Pflanzenschutzwarndienstes. Die neue Wetterstation wurde von der Abteilung Schulen der NÖ-Landesregierung finanziert. Die Daten stehen der LFS-Obersiebenbrunn für Unterricht und Versuchswesen zur Verfügung und werden seit 1984 über den mittlerweile pensionierten Pflanzenbaulehrer Ing. Martin Grimling an zahlreiche Landwirte und bäuerliche Interessensgemeinschaften übermittelt.

 

 

 

 

 

Versuchsbericht 2018

Der Versuchsbericht des Jahres 2018 beschreibt Versuchsanlage, Ernteergebnisse, Wassereffizienz und Messergebnisse zur Bodenfeuchte bei verschiedener Bodenbearbeitung und Bewässerung und findet sich unter folgendem link:

https://lako.at/de/versuche/inc/modules/lako_versuche/pdf/pflanzenbau/boden/bodenb_bew_obersiebenbr_2018.pdf

Folgende Schlußfolgerungen können bislang gezogen werden:

  • Zeitpunkt, Menge und Art der Bewässerung sind optimierbar.
  • Die Bodenbearbeitung hat mit dem Erhalt von Poren und Gefüge einen wesentlichen Anteil an der Bodenwasserreserve.
  • Die Erhöhung des Humusgehaltes, Humus bindet das 3 – 5 fache seiner Masse an Wasser, ist mit allen Möglichkeiten anzustreben. Besondere Bedeutung haben daher:
  • Fruchtfolge
  • Begrünungen (Arten, optimierter Sätermin)
  • Bodenbearbeitung
  • Die Züchtung ist weiterhin gefordert neue Sorten, welche besser mit Hitze- und Trockenstress umgehen können, zu entwickeln.
  • Die Verschiebung des Anbauzeitpunktes ermöglicht eine bessere Ausnutzung der Winterfeuchte und der früheren Bodenerwärmung

Der Versuch wird, bereichert um die Erfahrungen des Jahres 2018 im jahr 2019 nochmals mit der Kultur Sojabohnen wiederholt werden. 

Arno Kastelliz